Schreiadler

Der Schreiadler (Aquila pomarina) ist der kleinste heimische Adler. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in Osteuropa. In Deutschland gibt es noch Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Durch Nordostdeutschland verläuft auch seine westliche Verbreitungsgrenze. Der deutsche Bestand ist vom Aussterben bedroht, der Weltbestand dagegen ungefährdet. In Brandenburg kommt der Schreiadler im Barnim, der Uckermark und in Oberhavel vor.

Der Schreiadler benötigt abwechslungsreiche, wenig von Straßen zerschnittene Landschaften mit feuchten, altholzreichen Wäldern und Feuchtwiesen. Er brütet auf Bäumen an den Rändern von größeren, naturnahen Laub- und Nadelwäldern. Es werden zumeist 2 Eier gelegt, wobei das zuerst geschlüpfte Küken das jüngere Küken tötet. Ab September zieht der Schreiadler in das Winterquartier im südlichen Afrika und ist ab Mitte April wieder hier. Bei der Nahrung ist der Schreiadler recht variabel, er frisst je nach Verfügbarkeit kleine Wirbeltiere (Amphibien, Reptilien, kleine Säugetiere), aber auch Wirbellose und Aas.

Der Schreiadler ist durch den Verlust von Grünland und der Entwässerung von Feuchtgebieten gefährdet. Auch der Verlust der Brutbäume und die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen wirken sich negativ auf den Bestand aus. Der Schreiadler ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Barnim
  • Naturpark Stechlin-Ruppiner Land
  • Naturpark Uckermärkische Seen
  • Naturpark Westhavelland

Kategorien

  • Vögel