Steckbrief des Natur- und Sternenparks
Der Naturpark Westhavelland wurde am 11. Juni 1998 ausgerufen. 2014 wurde die Region als erster Deutscher Sternenpark von der International Dark Sky Assoziation (IDA) anerkannt und trägt jetzt den Namen Natur- und Sternenpark Westhavelland.
Er liegt im Westen des Landes Brandenburg, an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Er schließt an das länderübergreifende Biosphärenreservat Mittelelbe an. Mit einer Größe von 1.315 km² ist er die ausgedehnteste Nationale Naturlandschaft des Landes Brandenburgs.
Der Natur- und Sternenpark wird durch die Städte Neustadt/Dosse im Norden, Pritzerbe im Süden und Friesack im Osten begrenzt. Er nimmt Flächenanteile der Landkreise Havelland, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark und der Stadt Brandenburg/Havel ein. Die größte Stadt in der Naturparkregion ist Rathenow.
In der Familie der Nationalen Naturlandschaften Brandenburgs übernimmt der Natur- und Sternenpark Westhavelland den großflächigen Schutz der Luch- und Niederungslandschaften. Die Untere Havelniederung ist Teil des größten zusammenhängenden Feuchtgebietes im Binnenland Mitteleuropas und der wichtigste Bereich des Schutzgebietssystems im Westhavelland. Von den ehemals etwa 1.500 km² Überflutungsraum der unteren Havel sind heute große Fläche unter nationalen und internationalen Schutz gestellt.
Zahlen und Fakten
11. Juni 1998 Bekanntmachung als Naturpark
2014 als erster Duetscher Sternenpark von der International Dark Sky Assoziation anerkannt
Größe:
1.315 km²
davon:
Wald: 29 Prozent
Acker: 34 Prozent
Grünland: 28 Prozent
Wasser: 3 Prozent
Moore: 1 Prozent
Siedlungen, Verkehr und sonstige Flächen: 48 km² = 5 Prozent
Landschaftsschutzgebiet:
77 Prozent der Naturparkfläche
Naturschutzgebiete:
13 Prozent der Naturparkfläche
FFH Gebiete:
10 Prozent der Naturparkfläche
Vogelschutzgebiete (SPA):
39 Prozent der Naturparkfläche
Feuchtgebiete Internationaler Bedeutung (FIB):
4 Prozent der Naturparkfläche
Einwohner:
75.305 in 78 Gemeinden, Städten bzw. Ortsteilen,
darunter die Städte Rathenow, Pritzerbe, Premnitz, Rhinow, Friesack und Neustadt (Dosse)
eine geringe Bevölkerungsdicht mit ca. 60 Einwohner je km²
Kuratorium:
Vorsitzender ist Detlef Ebert, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Stölln
Leiterin des Naturparks:
Katharina Bittmann
