Heidelehrpfad

Der Naturlehrpfad in der Reicherskreuzer Heide beginnt und endet als Rundkurs am Aus-sichtsturm. Von hier hat man einen weitläufigen Blick in die Pflegeflächen.

Sechs Jahrzehnte militärische Nutzung haben dieses riesige Areal geprägt. Wie diese große Freifläche einst entstanden ist, erfährt der Besucher auf den 7 Informationstafeln entlang des Lehrpfades genau so, wie die heutigen Pflegemaßnahmen zum Erhalt dieser artenreichen Offen-landschaft.

Viele seltene Tier- und Pflanzenarten sind hier zu Hause. Am schönsten ist die Heide im Frühjahr zur Ginsterblüte oder im Spätsommer, wenn das Heidekraut die Landschaft in einen riesigen, lila Teppich verwandelt. Ob zu Fuß oder mit dem Rad, die Heide bietet jedem Betrachter unvergessliche Landschaftsbilder. Die Naturparkverwaltung hat den Heide- Lehrpfad im August 2017 erneuert.

Die Reicherskreuzer Heide, heute ein artenreiches europäisches Schutzgebiet, entstand durch „Verwüstung“. Denn was die jahrzehntelange militär ische Nutzung hinterlassen hat, war am Ende eine große Wüste. Das Hauptproblem für die anschließende Nutzung dieser Landschaft waren nicht die sichtbaren Hinterlassenschaften in Form von maroden Gebäuden. Sondern das, was in der Erde noch gefährlich schlummert. Tonnenweise Panzergranaten, Teller-Minen und Gewehrmunition! Mit hohem Aufwand wurden in den vergangenen Jahren einzelne Flächen und Wege durch den Kampfmittelräumdienst abgesucht und die Alt-Munition entsorgt.

Da man auf den gefährlichen Flächen keine schwere Technik einsetzen kann, geht man hier neue Wege. Auf über 700 ha halten 2 Schäfer mit ihren Schafen und Ziegen den aufkommenden Gehölznachwuchs in Schach. Auch die Calluna-Heide erneuert sich durch die Beweidung und wird verjüngt. Wo nicht alles an jungen Kiefern und Birken verhindert werden kann, müssen spezielle Holzerntemaschinen ran. Dafür werden im Abstand von 20 m die Rückegassen, auf denen die Holzernter fahren, entmunitioniert und dauerhaft mit Feldsteinen markiert. Das Ergebnis lässt sich dann jedes Jahr im Spät-Sommer bestaunen. Riesengroße lila blühende Heidebestände.

Blühende Heide inspiriert Maler und Fotografen gleichfalls. Und auch Bildhauer. So entstand an dem Weg von Henzendorf zum Aussichtspunkt vor einigen Jahren ein beein-druckender Steinpark. Keltische, hethitische Symbole und germanische Runen führen den Besucher durch die jahrhundertealte Menschheitsgeschichte. Und wo wir gerade bei Steinen sind; in Reicherskreuz kann man schöne, alte Feldsteinhäuser bestaunen und in Koppeln befindet sich der größte Findling hier im Naturpark Schlaubetal.

Adresse

Am Aussichtsturm
15898 Henzendorf

Gebiet

  • Naturpark Schlaubetal

Kategorien

  • Naturlehrpfade
  • Wanderrouten

Zielgruppen

  • Familien & Kinder
  • Junge Leute
  • Senioren
  • Schulklassen