Teufelsabbiss (Succisa pratensis)

Der ungewöhnliche Name dieser den Geißblatt- bzw. Kardengewächsen zuzuordnenden Pflanze geht auf deren Wurzelstock zurück. Dieser stirbt nämlich mit der Zeit von unten her ab und sieht wortwörtlich wie „abgebissen“ aus. So bedeutet das lateinische Wort „succius“ im Gattungsnamen „unten abgeschnitten“. Aus dem Wurzelstock geht eine krautige Pflanze mit in einer Rosette angeordneten länglichen Laubblättern aus. Zwischen Juli und September blüht der halbkugelige blaue Blütenstand mit vielen Dutzend Einzelblüten. Dabei gibt es Pflanzen mit rein weiblichen und Pflanzen mit zwittrigen Blüten, die von Bienen, Faltern und anderen Insekten bestäubt werden. Die „Blume des Jahres 2015“ ist von Sibirien über Europa bis nach Nordafrika weit verbreitet. Das bevorzugte Habitat bilden Feucht- und Magerwiesen auf Moorstandorten. Im Naturpark Westhavelland wächst er daher nur noch punktuell auf Pfeifengraswiesen, einem sehr selten gewordenen Lebensraum. Daher steht er auf der roten Liste gefährdeter Arten in Deutschland und Brandenburg.

Gebiet

  • Naturpark Westhavelland