Großtrappenbalz im Hävelländischen Luch

Alljährlich von Anfang April bis Ende Mai lockt ein besonderes Schauspiel Vogelbegeisterte in das Havelländische Luch im Naturpark Westhavelland: die spektakuläre Balz der Großtrappen.

Im Havelländischen Luch nehmen Natur- und Artenschutz eine bedeutende Rolle ein. Ausgewiesen als Naturschutzgebiet und Europäisches Vogelschutzgebiet dienen verschiedene Maßnahmen dem Erhalt der regionalen Flora und Fauna. Besonderes Augenmerk liegt beim Artenschutz in der Region auf den vom Aussterben bedrohten Großtrappen.

Das Havelländische Luch bietet dem kräftigen Vogel einen der letzten Rückzugsorte in Deutschland. Bei einem derzeitigen Bestand von etwa 130 Tieren befindet sich die größte Population im brandenburgischen Havelland nahe Buckow.

Damit die Trappen ihre Brut in Ruhe aufziehen können, wurde in der Nähe von Buckow eine 30 Hektar große Fläche eingezäunt. Fraßräuber wie Füchse und Marderhunde werden erfolgreich abgewehrt. Indem die Acker- und Grasflächen in der Gegend extensiv bewirtschaftet werden, profitieren die Tiere von einem vielfältigen Nahrungsangebot. Die hungrigen Küken lassen sich damit gerade in ihrer Entwicklungsphase besonders gut nähren.

Die Großtrappen sind es auch, die das Havelländische Luch neben der reizvollen, unberührten Natur zu einer besonderen Region für Vogelliebhaber machen. Fast einzigartig in Deutschland, lassen sich zwischen Garlitz und Buckow die großen, mit dem Kranich verwandten Vögel beobachten.

Vom NaturparkZentrum Westhavelland und dem Förderverein Großtrappenschutz werden jährlich im April und Mai Führungen zur Großtrappenbalz angeboten.